Samstag, 5. Dezember 2015

Uyuni - Auf einem anderen Planeten

Wie groß der Nachholebedarf für das ärmste Land Südamerikas wirklich ist, sehe ich mit eigenen Augen, als ich in Potosi zum Abschluss wieder eine Schule besuche. Es ist eine reine Mädchenschule der Sekundarstufe. Die Direktorin sitzt in einer halben Abstellkammer. Ein Lehrerzimmer existiert nicht. Die ganze Infrastruktur der Einrichtung ist erschreckend. Die über dreißig Mädchen sitzen eng gedrängt, teilweise teilen sich drei Schülerinnen eine Bank. Einen Raumwechsel gibt es nicht. Ob Mathematik, Geschichte, Kunst oder Biologie alles findet im gleichen dunklen Zimmer statt. Eine Essensversorgung fehlt, der Innenhof ist so gestaltet, dass dort Sport stattfinden könnte, was aber den anderen Unterricht massiv stören würde.

Das ist die ganze Schule.
Treppenhaus, Turnhalle und Pausenhof sind am gleichen Ort...,
...die Zimmer dunkel und klein...,
...und die Schülerinnen etwas zurückhaltend.
Ich werde in eine Klasse geführt und muss ein wenig über Deutschland berichten. Die extra heran geholte Englischlehrerin übersetzt mich, weil die 18 jährigen Schülerinnen nur ganz lückenhaft Englisch beherrschen. Dass sie sehr schüchtern sind und sich kaum trauen, mir Fragen zu stellen, wundert mich inzwischen nicht mehr. Bolivianos sind einfach zurückhaltender als andere Südamerikaner. Die Lehrerin entschuldigt sich vielmals bei mir für die Zustände an der Schule und versichert, dass die Reformen unter der neuen Regierung bald greifen würden. Es bräuchte alles nur seine Zeit. Zumindest zeigt sie mir einen Laptop, den jede Klassenlehrerin einer Abschlussklasse zur Verfügung gestellt bekommt. Mit einem etwas traurigen Gefühl verlasse ich die Schule.
Anschließend kehre ich auch Bolivien den Rücken, jedoch nicht ohne noch eine atemberaubende Landschaft gesehen zu haben, die alles in den Schatten stellt, was ich bisher sehen durfte. Ich fahre nach Uyuni, um von dort aus in einer dreitägigen geführten Tour durch eine der einsamsten Gegenden der Erde nach Chile zu reisen. Uyuni liegt am gleichnamigen Salzsee, der nur für kurze Zeit innerhalb des Jahres Wasser führt. In grauer Vorzeit war das gesamte Altiplano ein riesiges Binnenmeer, von dem nur der Titicacasee übrig geblieben ist.
Der Uyuni-See, kein Land in Sicht, nur sechseckige Salzplatten.
Aus der Ferne kommt ein Jeep.
Gute Möglichkeiten fur Fotospielchen.
Um ganz sicher pünktlich in Antofagasta Ramona abholen zu können, buche ich frühzeitig eine Tour, die für bolivianische Verhältnisse richtig Geld kostet. Meine Mitstreiter in unserem zufällig zusammen gewürfelten Team zahlen vor Ort nur die Hälfte. Wir sind aus sechs verschiedenen Nationen und verstehen uns auf Anhieb prima. Es wird meist spanisch gesprochen, aber freundlicherweise für mich immer ins Englische übersetzt. Zunächst fahren wir auf die riesige weiße Platte des Uyunisees. Der Boden ist fest und der Jeep gleitet mit Hundert Sachen über die unendlich weite Fläche. Es ist der größte Salzsee der Erde und stellenweise ist wirklich kein Land mehr zu sehen. Wir steuern unter einem unglaublichen Blau des Himmels eine "Insel" im See an, die vom trockenen Wüstenklima mit zahlreichen Kakteen bestückt ist. Vom höchsten Punkt der Insel wird einem die Weite der Landschaft richtig bewusst.
Eine aus Korallen bestehende Insel...
...ist völlig von Kakteen bewachsen...
...und bietet einen phantastischen Blick über den ganzen " See".
Am Abend übernachten wir um "Ufer" in einem Salzhotel. Die Wände und fast die gesamte Inneneinrichtung besteht komplett aus Salz. Wir sitzen an Salztischen auf Salzstühlen, legen unser Gepäck auf Salzablagen und schlafen in Salzbetten. Die Wände im Zimmer glitzern von all den Salzkristallen und auf dem Salzfussboden läuft es sich barfuß ganz "weich". Nur die Dusche und das Dach scheint nicht aus Salz zu sein.
Mein Zimmer im Salzhotel.
Der Allrad bringt uns über Stock und Stein.
Bizarre "Mondlandschaften"...
...und immer wieder kurze Fotostops.
Am nächsten Morgen brechen wir in die noch höher und genauso einsam gelegene Lagunenlandschaft Boliviens auf. Wir passieren zahlreiche Vulkane in einer Wüstenlandschaft, die farblich gesehen, nicht schöner sein kann. Der durch keinen Dunst beeinträchtigte azurblaue Himmel kontrastiert mit den Braun-, Gelb- und Rottönen des  Wüstenbodens und der stellenweise auftretenden Felslandschaft. Mitunter ist das Gestein mit zart grünen Flechten überwachsen. Ständig ändern sich die bizarren Gesteinsformen, man hat das Gefühl auf einem fremden Planeten zu sein. Ab und an sieht man Vikunas, die in dem kargen Land irgendwelche kaum sichtbaren Gräser zur Ernährung nutzen.
So farbig kann die Wüste sein.
Ab und an kommt ein Truck mit 100 Sachen aus Chile.
Ein Blau des Himmels, was es nur hier zu geben scheint.
Dieser Abschnitt wurde "Salvador Dali Desert" genannt.
Die Farben explodieren jedoch schier, wenn man in einer Senke plötzlich eine der Lagunen erreicht. Sie bestehen zwar meist aus auskristallisierten Salzen, führen aber immer noch so viel Wasser, dass sich dort Tausende Flamingos angesiedelt haben. Das zarte Rosa hebt sich vom Weiß und Blau der Lagune phantastisch ab. Durch Schwermetallsalze und im Wasser lebende Bakterien ändert sich jedoch häufig die Farbe der einzelnen Lagunen. Wir sehen rote und grüne Wasserstellen, die genauso unglaublich aussehen, wie die vorher durchfahrene Wüstenlandschaft. Man kann sich nicht satt sehen und in rasender Geschwindigkeit saugt sich der Akku des Fotoapparats leer.
Lagunenimpressionen, eingerahmt von 6000ern.
Die Tiere sind überhaupt nicht scheu.
Der Wasserteil ist sehr begrenzt, aber offenbar ausreichend.
Feinde scheint es für die Flamingos kaum zu geben.
Die zweite Nacht verbringen wir in einem sehr einfachen Quartier in 4700 m Höhe. Dort wird einem die Wichtigkeit des Pflanzenbewuchses für das Mikroklima vor Ort bewusst. Schwitzen wir am Tage bei fast 30 °C, so zittern wir am Morgen beim Aufstehen bei Minusgraden um die Wette. Wir sehen noch einen vor sich hindampfenden und sprudelnden Geysir und gehen abschließend, umgeben von hohen Vulkanen, in traumhaft heißen Quellen baden.
Kochende Geysire....,
...und die Möglichkeit zu einem wärmenden Bad...,
...bevor die nächste Lagune angesteuert wird.
Noch ist diese Gegend kaum erschlossen. Man kann nur mit Allradfahrzeugen in dieses unwirtliche Gebiet fahren. Jedoch wagt das kaum jemand allein. Die Orientierung scheint nur geübten Guides ohne Weiteres möglich zu sein. Eine deutsche Gruppe erzählt mir von ihren Ängsten, als sie wegen einer Panne liegen bleiben und der als Lehrling noch sehr unerfahrene Guide ohne Handy und ohne handwerkliches Geschick  sich geographisch kaum orientieren kann. Glücklicherweise liegen sie in einer öfters befahrenen Spur, wo nach einiger Zeit ein anderes Fahrzeug mit besserer Ausrüstung helfen kann.
Hier haben die Bakterien ein Rot angemischt....
Unser Team: Stefano aus Italien, Mathilde aus Frankreich, der deutsche HW,
 Poncho aus Mexiko, Cahuil aus Argentinien und Jose, unser bolivianischer Guide.
"Das ich das erleben darf",
genau diese Gedanken gingen mir durch den Kopf
Aber leider ist auch meine begeisterte Beschreibung ein weiterer kleiner Baustein, dass hier bald asphaltierte Fahrbahnen existieren werden, wobei die Landschaft einiges an Reiz verlieren wird und neben der ganzen anthropogenen Belastung  dann sicher das überall anzutreffende Müllproblem, dem noch so gesunden Ökosystem zu schaffen machen wird. Ich weiß darum und habe beim Schreiben ambivalente Gefühle.
Damit habe ich das vierte Land bereist. Auch wenn die Menschen hier zurückhaltender sind, bekomme ich hohen Respekt vor ihrem täglichen Kampf, um einen angenehmes und menschenwürdiges Leben. Ihre Vorstellungswelt ist nicht die meine, ihre Werte scheinen von den meinigen mitunter erheblich abzuweichen. Aber, wenn ich in die Gesichter der Menschen schaue, dann spüre ich, dass sie genauso wie ich auf der Suche sind, nach ein wenig Glück, nach Wärme, Geborgenheit aber auch nach etwas mehr Wohlstand.

Das sind die Bolivianos....,
...so anders in ihrer Kultur...
...mit ihrer warmen Kleidung,
...aber in den wirklich wichtigen Dingen des Lebens....
...sind die Ähnlichkeiten unverkennbar.
Nach zweieinhalb Monaten, die ich mehr oder weniger allein zurück gelegt habe, wird es für mich Zeit, endlich wieder täglich meine Erlebnisse mit Menschen zu teilen, mit denen ich in meiner erlernten Sprache kommunizieren kann. Dass dies jetzt Ramona ist, macht mich natürlich besonders glücklich. Ich reise nach Antofagasta in Chile und endlich kommt es zum heiß ersehnten Wiedersehen. Herzliche Adventsgrüße nach Deutschland von HW und Ramona.
Und weiter gehts gemeinsam.....

Samstag, 28. November 2015

Sucre und Potosi - zwei Perlen Boliviens

Auf der Rückfahrt aus dem Tiefland sollte ich gleich wieder Bestätigung für Sepps Beobachtungen bekommen. Ich wollte einen weiteren Nationalpark besuchen. Nach ausbeuterischer Taxifahrt mit einem Preis, für den ich ganz Bolivien hätte bereisen können, fand ich vor Ort alles verschlossen und ohne Mitarbeiter. Eine große Tafel am Eingang erinnerte an das 2004 von der EU finanzierte Projekt "Errichtung eines Nationalparkzentrums". Er sah aber alles verlottert aus und von Menschen weit und breit keine Spur. Als nach langen Warten doch jemand kommt und noch einen exorbitanten Eintritt von mir kassieren will, verlasse ich kopfschüttelnd das Gebiet. Zur Melkkuh will mich dann doch nicht machen lassen.
Cochabamba hat den größten Jesus der Welt,
noch zwei Meter höher als in Rio
Wie immer traumhafte Landschaften....
... beim erneuten Hochklettern ins Gebirge.
Eine nette "Halbfamilie" sitzt neben mir, der Papa
muss das Geld in Argentinien verdienen und ist selten zu Hause.
Ich lerne aber noch einen weiteren Idealisten kennen. Marko, 25, hatte seiner Schweizer Heimat den Rücken gekehrt und war kurz vor den Unterzeichnung eines Kaufvertrages für ein Stück Land mit Waldanteil. Er will mit Freunden eine kleine Landwirtschaft betreiben und träumt von einem naturnahen Leben, das er selbst nach seinen Vorstellungen prägen kann. Er hatte unsere Leistungsgesellschaft bewusst hinter sich gelassen, weil er nicht weiter unter diesen Abhängigkeiten leben wollte. Ob er solch einen langen Atem haben wird wie Sepp, frage ich mich?
Ich fahre weiter durch das Land und besuche dabei zwei ausgezeichnete Städte, Sucre und Potosi. Beide sind im Zentrum fur südamerikanische Verhältnisse wunderschön saniert. Sie gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe und scheinen dadurch ausreichend Hilfsgelder bekommen zu haben. Auffallend ist auch, dass ganz im Gegensatz zu La Paz keine bettelnden Menschen zu sehen sind.
Sucre sieht glänzend aus,
hat viel Abwechslung zu bieten,
durch häufige Feste im Verlauf des Jahres,
...so dass man bis bis zum Dunkelwerden beschäftigt ist.
Sucre, die weiße Perle, glänzt mit einem bestens erhaltenen Stadtkern im kolonialen Stil der Spanier. Da auf 2.300 m Höhe auch das Klima sehr angenehm ist, macht es großen Spaß, die Stadt zu erkunden.
Mit Bolivianern ins Gespräch zu kommen, gestaltet sich für mich als ziemlich schwierig. Ich habe manchmal ganz anders als in Peru das Gefühl nicht richtig willkommen zu sein. Deshalb muss ich mich beim näheren Kennenlernen des Landes verstärkt auf die wenigen englisch oder deutsch sprechenden Bolivianer verlassen. Glücklicherweise lerne ich einen solchen in Sucre kennen. Er hatte als junger Mann Bolivien verlassen und war nach Deutschland gekommen. In Neuss, in Nordrhein- Westfalen hatte er eine Familie gegründet und als Zahntechniker sein gutes Auskommen. Wir verstanden uns auf Anhieb prima, weil seine große Fussball-Liebe Borussia Mönchengladbach galt. Seit einiger Zeit war er Rentner und verbrachte regelmäßig das Winterhalbjahr in seiner Heimat. Er war politisch außerordentlich interessiert und hatte die bolivianische Entwicklung über die Jahre genau verfolgt.
Er berichtet von den großen Erfolgen, die die linke Regierung vor allem im Kampf gegen die Armut erzielt hat. Alle Kinder gehen jetzt zur Schule. In jedem Dorf gibt es Wasser, das ganze Land ist in Leninscher Manier elektrifiziert worden und es gibt überall Krankenstationen mit je einem Krankenwagen. Die Alten erhalten eine zwar kleine, aber regelmäßige Rente und bei Familiengründung bekommt man eine finanzielle Unterstützung. Das hätte man sich vor 20 Jahren nicht träumen lassen. Diese hohen Sozialausgaben werden durch erhöhte Rohstoffverkäufe erzielt, die in den verstaatlichten Betrieben erwirtschaftet werden. Bolivien verfügt über große Erdgasvokommen, Eisenerz, was im Tagebau abgebaut werden kann und über hohe Lithiumvorräte. In den nächsten Jahren soll massiv in die industrielle Entwicklung investiert werden. Der Kontakt zu den USA ist jedoch vollständig abgebrochen. Doch dann kommt das große "Aber". Mein Gesprächspartner meint, man fühlt sich nicht mehr sicher in Bolivien. Kritik wird nur noch hinter vorgehaltener Hand geäußert, man kann schnell denunziert werden und eine unabhängige Justiz gibt es nicht. Im nächsten Jahr gibt es ein Referendum, wo Evo Morales seine Macht über viele Jahre verlängern will. Beim Abschied frage ich ihn, ob ich für meinen Blog ein Bild machen kann. Keine Namen, kein Bild, bittet er lächelnd. Das spricht Bände. Offenbar tappt Morales in die gleiche Falle, wie so viele linke Regierungen vor ihm innerhalb der Weltgeschichte.
Diese Steilwand konnte mit Dutzenden Saurierspuren aufwarten.
Das zugehörige Museum hatte schön anzusehende Modelle...
... in Originalgröße zu bieten.
Und man konnte bis an die Originale heran.
Unweit von Sucre darf ich noch eine erdgeschichtliche Sensation bewundern. Beim Abbau von Kalkstein wurden vor 20 Jahren sehr gut erhaltene Saurierspuren von vier verschiedenen Klassen entdeckt, um die man herum ein professionelles Museum errichtet hat. Die längste Spur ist dabei 250 m lang. Nach Walen und Kondoren darf ich nun auch noch neben einer Sauropodenspur stehen, den größten damals lebenden Tieren.
In Potosi erlebe ich dann wieder die Schattenseiten Boliviens. Die Stadt war im 16. Jahrhundert die reichste Stadt des amerikanischen Kontinents und hatte mehr Einwohner als Paris und Rom. Noch heute existieren sage und schreibe 36 Kirchen in der inzwischen nur noch regional bedeutenden Stadt.  Sie ist im Zentrum aber sehr gut restauriert und lädt zum Verweilen ein.
Potosi, ehemals reichste Stadt der Welt,
ist nach ihrem Niedergang inzwischen wieder hübsch anzusehen.
Auch am Abend ist Leben in der Stadt.
46.000 Tonnen Silber förderte man hier aus dem Berg Cerro Rico (reicher Berg), der die Stadt überragt und im Verlauf von vier Jahrhunderten um 200 m kleiner geworden ist, um die spanischen Schatzkammern damit zu füllen. Komplette Dorfgemeinschaften von Indios wurden in die Stollen getrieben und mussten bis zum Tode für die Spanier schuften. Heute, nachdem das Silber lange verschwunden ist, wird noch Zinn aus dem Berg geholt unter ebenfalls fast unmenschlichen Bedingungen. Dabei höre ich, dass in den Stollen immer noch Annaberger Bergrecht gilt, nachdem Experten aus dem Erzgebirge im 18. Jahrhundert hier wichtige Funktionen inne hatten.
Der nur noch 4.800 m hohe pyramidenhafte Cerro Rico überragt Potosi.
Teilweise kriechen wir auf allen Vieren in den Berg.
Dem Schutzheiligen wird Koka und Alkohol geopfert.
Ich habe die Gelegenheit das heutige Berwerk zu besuchen. Bei laufendem Betrieb darf man mit einem Führer zu einer Besichtigungstour aufbrechen. Wir klettern zwei Stunden lang in dem inzwischen wie einen Schweizer Käse durchlöcherten Berg herum. Wir atmen den gleichen Staub ein wie die Bergleute und scheinen nur vom Laufen so zu schwitzen wie sie. Es ist unerträglich heiß, stellenweise 35°C. Eine Belüftung gibt es nicht. Im Stollen treffen wir Kumpel und geben ihnen vorher gekaufte Geschenke, 70 %igen Alkohol, Kokablätter und Dynamit. Sie scheinen unseren Besuch als willkommene Abwechslung zu sehen und sich ihren Lohn mit unserem Besuch aufzubessern. Wir hören, dass die Lebenserwartung der Bergleute nicht einmal 50 Jahre beträgt. Meist rafft sie die Staublunge dahin. Der Berg ist an viele Genossenschaften verpachet die mit primitivsten Mitteln arbeiten.
So schuften die Kumpel im Inneren
Im Hintergrund zwei Brüder, 31 der eine, der andere jünger,
die sei 12 Jahren hier tätig sind.
Auch draußen sieht man nur erschöpfte Leute.
Die Regierung will die Stollen schon lange aus Sicherheitsgrund schließen, die Leute vor Ort machen aber einfach nicht mit. Es scheint nicht viel andere Arbeit in der Gegend zu geben. Zu Zeiten der Spanier wurde der Berg auch "Berg, der Menschen frisst" genannt. Ich verlasse den Stollen mit dem Gefühl, dass sich daran noch nicht viel geändert hat. Wieder etwas nachdenkliche Grüße von HW